23.02.2016 / Ausland / Seite 7

Ende einer »Traumfabrik«

Der als Signal innerkoreanischer Kooperation gepriesene Kaesong-Industriekomplex bleibt infolge von Spannungen auf der Halbinsel geschlossen

Rainer Werning

Erneut Säbelrasseln auf der Koreanischen Halbinsel. Wenn die politische Führung der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) wie zuletzt zu Beginn dieses Monats Waffen und Raketen testen lässt und nach eigenem Bekunden auf »dem Besitz des größtmöglichen Abschreckungspotentials« beharrt, lässt das reflexartig die Alarmglocken in Washington sowie bei den beiden engsten Verbündeten der USA in Ostasien, in Japan und der Republik Korea, schrillen. Umgehend wird dann ein Eingreifen der politischen Führung in Peking angemahnt, um Pjöngjang an die Kandare zu nehmen. Anders ausgedrückt: Man drischt wieder heftig auf den nordkoreanischen Sack ein und meint den chinesischen Esel. Von Peking wird stets erwartet, verschärften Sanktionen gegenüber Pjöngjang zuzustimmen, um die dortige Regierung »zur Räson« zu bringen. Außen vor bleibt jedoch die Frage, warum ausgerechnet auf südkoreanischem Boden nach wie vor annähernd 29.000 US-Soldaten stationiert sind und dort rege...

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