22.02.2016 / Sport / Seite 16

Tanz um Conte

Der Cheftrainer bleibt außen vor: In Italien wurde ein Mammutprozess gegen die Manipulation bei Fußballspielen eröffnet

Tom Mustroph

Ende vergangener Woche begann in Cremona in der Lombardei der Strafrechtsprozesszum Manipulationsskandal im italienischen Fußball. Hauptnachricht war die Vorzugsbehandlung von Nationaltrainer Antonio Conte. Conte wird des einfachen Sportbetrugs in einem Fall angeklagt. Der Fußballverband FIGC, der sich als einer von mehr als 100 Nebenklägern registrieren ließ, sparte aber ausgerechnet seinen wichtigsten Angestellten als Prozessgegner aus. Insgesamt ist der Strafprozess gegen 115 Angeklagte symbolisch von großer Bedeutung für die Bekämpfung von Spielmanipulationen. Anwälte vergleichen ihn mit den Großprozessen gegen die Mafia.

Vier verschiedene Ermittlungsstränge hat die Operazione »Last Bet« mittlerweile, die seit November 2010 von der Staatsanwaltschaft Cremona vorangetrieben wird. Bei Dutzenden Spielen der ersten beiden italienischen Fußball-Ligen fanden die Ermittler Beweise für Manipulationen. 44 Spieler, Exspieler, Trainer und Funktionäre wurden von d...

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