19.02.2016 / Titel / Seite 1

Eskalation nach Anschlag

Ankara beschuldigt syrisch-kurdische YPG des Attentats auf Armeebusse. Volksverteidigungseinheiten dementieren. Luftangriffe auf PKK

Nick Brauns

Obwohl sich bislang niemand zu dem verheerenden Anschlag in Ankara bekannt hat, machte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am Donnerstag die in Syrien gegen dschihadistische Gruppierungen kämpfenden kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) dafür verantwortlich. Die YPG hätten die Tat gemeinsam mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ausgeführt. Bei einem Attentat im Regierungsviertel der türkischen Hauptstadt waren am Mittwoch 28 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt worden. Wenige hundert Meter vom Parlament und dem Hauptquartier der Streitkräfte entfernt detonierte mitten im Berufsverkehr eine Autobombe. Der Anschlag galt einem an einer Ampel stoppenden Militärkonvoi aus mehreren Bussen; bis auf einen handelt es sich bei den Toten um Soldaten.

Die regierungsnahe Tageszeitung Daily Sabah berichtete am Donnerstag, ein Attentäter sei anhand von Fingerabdrücken als ein 23jähriger YPG-Angehöriger namens Salih N. identifiziert worden, der ...

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