18.02.2016 / Medien / Seite 15

Mörderische Bilanz

Tote Journalisten: Brasilien leidet unter Rezession und politischer Krise. Auch die Pressefreiheit ist bedroht

Norbert Suchanek, Rio de Janeiro

Das Jahr 2015 war kein gutes für die Pressefreiheit in Brasilien. Mindestens elf Medienleute wurden von Auftragskillern ermordet. Bereits im Dezember hatte das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) in New York sechs im Jahr 2015 ermordete Berichterstatter aufgelistet und kommentiert: Dies sei die höchste Zahl an Journalistenmorden zwischen Zuckerhut und Amazonien seit Beginn der Statistik 1992. Die Organisation Press Emblem Campaign (PEC) mit Sitz in Genf erhöhte dann die Zahl auf acht, was das Land auf eine Stufe mit Bürgerkriegsgebieten wie Somalia oder Sudan stellt. Laut PEC war Syrien mit 13 Toten im vergangenen Jahr das gefährlichste Terrain für Journalisten.

Der im Januar vorgelegte Jahresbericht »Relatório da Violência contra Jornalistas e Liberdade de Imprensa no Brasil 2015« des brasilianischen Journalistenverbands FENAJ berichtet sogar von insgesamt elf im vergangenen Jahr ermordeten Publizisten und Medienarbeitern. Die Opfer sollen nicht ano...

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