18.02.2016 / Titel / Seite 1

Kampfzone ausgeweitet

Neue Ausgangssperren verhängt: Ankara setzt seinen Feldzug gegen die kurdische Bevölkerung fort

Peter Schaber

Die bisherige Bilanz des brutalen Krieges, den die türkische Regierung gegen die kurdische Befreiungsbewegung führt, hat im Südosten der Türkei zu einer humanitären Katastrophe geführt: Hunderte Zivilisten wurden ermordet, Zehntausende Menschen mussten fliehen, Städte wie Silopi oder Cizre sind durch Panzer- und Granatbeschuss zu großen Teilen unbewohnbar geworden.

Trotz der rücksichtslosen Kriegführung, die auf Aushungern und Entvölkerung von Hochburgen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) setzt, ist es den Sondereinsatzeinheiten von Polizei und Militär nicht gelungen, den Widerstand der in den vergangenen Wochen gebildeten Zivilverteidigungseinheiten (YPS) zu brechen.

Deshalb dehnt Ankara nun die Gebiete aus, in denen Ausgangssperren gelten. Seit Dienstag nacht wurde der Ausnahmezustand über die kurdische Kleinstadt Idil in der Provinz Sirnak verhängt. Damit haben Militär und Polizei die Erlaubnis, auf Menschen zu schießen, die ihre Häuser verlassen. Die A...

Artikel-Länge: 3402 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe