15.02.2016 / Inland / Seite 5

Ganz legale Steuertricks

Studie: IKEA prellte Finanzbehörden in EU in sechs Jahren um mindestens eine Milliarde Euro. 2014 allein in Deutschland 35 Millionen »gespart«

Jana Frielinghaus

Das Möbelhaus mit dem Kumpel-Image, das seine Kunden mit kryptischen Aufbauanleitungen in den Wahnsinn treibt, hat es nicht so mit der Finanzierung des Gemeinwesens. Statt dessen brüstet sich der Konzern gern mit seinem Engagement für Flüchtlinge.

Für Steuervermeidung in großem Stil ist IKEA seit langem bekannt. In einer zum Wochenende veröffentlichten Studie finden sich nun konkrete Angaben darüber, wieviel Geld das schwedische Unternehmen den Finanzbehörden der EU-Mitgliedsstaaten in den letzten Jahren vorenthalten hat. Es handelt sich um mindestens eine Milliarde Euro, die der Einrichtungsmulti allein von 2011 bis 2015 »gespart« hat, wie Sven Giegold, Grünen-Abgeordneter im Europaparlament, am Freitag abend mitteilte. Dem deutschen Staat und seinen Kommunen seien allein 2014 rund 35 Millionen Euro durch die Lappen gegangen. Giegolds Fraktion hatte die Untersuchung bei dem US-Steuerexperten Marc Auerbach in Auftrag gegeben.

Die Firma teilte dazu am Wochen...

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