13.02.2016 / Ausland / Seite 7

UNO drängt auf Untersuchung

Menschenrechtskommissar besucht Sri Lanka. Verbrechen in Bürgerkrieg sollen aufgeklärt werden

Thomas Berger

Der viertägige Besuch des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Seid Al-Hussein, in Sri Lanka wurde von Protesten der Opposition begleitet. Zu Beginn seiner Visite am vergangenen Samstag hatten sich vor dem UN-Hauptquartier in der Hauptstadt Colombo mehrere Dutzend Demonstranten versammelt. Dort zündeten sie Bilder des UN-Offiziellen an und warfen mit Schuhen. »Hussein ist hierhergekommen, um unsere Kriegshelden zur Guillotine zu führen. Das werden wir nicht zulassen«, wurde Wimal Weerawansa, prominenter Vertreter der oppositionellen Nationalen Freiheitsfront (NFF) in lokalen Medien zitiert.

Hintergrund der Proteste ist, dass die Vereinten Nationen nicht nur den ehemaligen Rebellen der »Befreiungs­tiger von Tamil Eelam« (LTTE), sondern auch der Armee vorwerfen, im Frühjahr 2009, als der Bürgerkrieg in der Endphase war, Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung begangen zu haben. Damals hatte das Militär die LT TE vernichtend geschlagen. Tausende Unbeteil...

Artikel-Länge: 3189 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe