29.01.2016 / Inland / Seite 5

Zahnlos gegen die Absahner

EU legt Pläne gegen Steuervermeidung von Konzernen vor. Scharfe Kritik von Linke-Politiker De Masi

Die EU-Kommission hat am Donnerstag Pläne bekanntgegeben, mit denen sie gegen die systematische Steuervermeidung von Konzernen zulasten der Allgemeinheit vorgehen will. »Milliarden Euro an Steuergeldern gehen jedes Jahr durch Steuervermeidung verloren – Geld, das für öffentliche Dienste wie Schulen und Krankenhäuser genutzt werden könnte«, erklärte Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici in Brüssel. Der Abgeordnete des EU-Parlaments Fabio De Masi (Die Linke) übte heftige Kritik an den vorgesehenen Maßnahmen und hält sie für unzulänglich.

Die Kommission will nach eigenen Angaben mit dem Paket »die am häufigsten genutzten Methoden, die Unternehmen zur Vermeidung des Steuerzahlens nutzen«, blockieren. Dazu zählt nach früheren Analysen der Behörde zum Beispiel die Praxis, Profite von einem Mutterkonzern in einem Land mit hohen Steuern zu einer Tochtergesellschaft in einem Niedrigsteuerland zu verlagern, wo dieselben Gewinne dann vom dortigen Fisku...

Artikel-Länge: 2952 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe