25.01.2016 / Inland / Seite 4

»Pauschal unter Verdacht«

Das Düsseldorfer »Marokkaner-Viertel« im Stadtteil Oberbilk steht in diesen Tagen im Fokus der Presse. Eine Ortsbegehung

Marvin Oppong

Wer den Düsseldorfer Hauptbahnhof auf der Rückseite verlässt, gelangt nach wenigen Minuten in den als »Marokkaner-Viertel« bezeichneten Teil von Düsseldorf-Oberbilk. Dort führten vorletzten Samstag 300 Polizisten eine Razzia durch. Das Projekt »Casablanca« richtete sich gegen Taschen- und Gepäckdiebstähle, Straßenraub und Drogendelikte. 40 Personen wurden vorläufig festgenommen, 38 davon wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt. Es gab sieben Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und jeweils eine wegen Diebstahls, Betrugs und möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Für diese Ausbeute überprüfte die Polizei insgesamt 290 Personen.

Wer durch das Viertel geht, fühlt sich nicht unsicher. Es ist eine migrantisch geprägte Wohn- und Einkaufsgegend in Bahnhofsnähe, wie es sie in zahlreichen deutschen Städten gibt. Viele verschiedene Nationen sind dort vertreten. Man findet Gemüse- und Fischläden, ein Reisebüro, das Flüge und Fa...

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