25.01.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Abgeschirmt in Davos

Weltwirtschaftsforum diskutiert »Industrie 4.0«, Jobabbau und Massenmigration. Elitetreffen bindet Kritiker ein, Polizei hält Proteste auf Abstand

Patricia D’Incau, Bern

Verbarrikadierte Schaufenster und polizeiliches Großaufgebot − so sah es am Samstag nicht in Davos aus, sondern in Zug, Steueroase und Hauptsitz von Großkonzernen wie Glencore. Dort hatten sich rund 200 Aktivisten getroffen, um gegen das »World Economic Forum« (WEF) zu demonstrieren. Der Protest endete, kaum hatte er begonnen, im Polizeikessel. Wie in den vergangenen Jahren. Geht es um das WEF, kennen die Sicherheitskräfte kein Pardon, selbst wenn zwischen dem Protestplatz und dem Austragungsort des alljährlichen Wirtschaftsforums rund 140 Kilometer liegen.

Dort im Bergidyll Davos, gut behütet von Polizei, Scharfschützen und Schweizer Luftwaffe, traf sich auch in diesem Jahr wieder ein Teil des »Who is who« aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur. Rund 2.500 Gäste waren der Einladung von WEF-Gründer Klaus Schwab gefolgt, um binnen drei Tagen »Die Meisterung der vierten industriellen Revolution« zu bereden und Kontakte zu pflegen. Denn: »Das WE...

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