20.01.2016 / Ansichten / Seite 8

Alarmsignal

Mitgliederentwicklung bei ver.di stagniert

Herbert Wulff

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ist stabil. Das ist die positive Interpretation der Zahlen, die ver.di am Montagnachmittag vorlegte. Demnach waren zum Jahreswechsel rund 2,038 Millionen Menschen bei ver.di organisiert, gut 1.000 weniger als vor einem Jahr. Angesichts der dramatischen Verluste, die ver.di seit ihrer Gründung vor 15 Jahren plagen, erscheint diese »rote Null« erträglich. Doch bei genauerer Betrachtung ist sie alles andere als beruhigend. Sie ist vielmehr ein Alarmsignal. Denn ohne die vielen Arbeitskämpfe des vergangenen Jahres wäre die ver.di-Mitgliederzahl dramatisch eingebrochen.

Allein im Zuge des vierwöchigen Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst sind rund 27.000 Beschäftigte der Dienstleistungsgewerkschaft beigetreten. Durch die Konflikte bei der Post und der Postbank kamen weitere knapp 10.000 hinzu. Das zeigt: Wer kämpft, kann gewinnen – zumindest Mitglieder. Und zwar in diesem F...

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