20.01.2016 / Titel / Seite 1

Darum fliehen sie

18.800 Zivilisten getötet, Tausende Frauen und Kinder versklavt: UNO dokumentiert in Bericht Leiden der irakischen Zivilbevölkerung unter IS-Terror

Knut Mellenthin

Aus Protest gegen die Gewalt im Irak haben sunnitische Parteien am Dienstag Sitzungen des Parlaments und des Kabinetts boykottiert. Sie wollten damit auf Attacken in der Stadt Al-Mukdadija aufmerksam machen, wo in der vergangenen Woche mindestens 25 Menschen getötet worden waren. Auf das gesamte Land gesehen, ist der Fall dennoch nur eine Randnotiz. Das zeigt auch ein Bericht, den der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Raad Al-Hussein aus Jordanien, am Dienstag in Genf vorstellte. Die 46 Seiten umfassende Studie über die Folgen des IS-Terrors im Irak »veranschaulicht eindrücklich, welcher Situation irakische Flüchtlinge zu entkommen versuchen, wenn sie nach Europa und in andere Regionen fliehen«, erklärte Al-Hussein. »Das sind die Schrecken, denen sie in ihrer Heimat ausgesetzt sind«. Diejenigen in Deutschland, die ständig Stimmung gegen »Asylbetrüger« und »Invasoren« machen, werden sich von den Zahlen und Fakten vermutlich nicht beeindrucken lasse...

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