18.01.2016 / Inland / Seite 4

Nur die Integrationsdezernentin fehlte

Kritische Debatten beim Festival »Fluchtpunkt Frankfurt« im Schauspiel der Mainmetropole

Gitta Düperthal

Über vier Tage bis einschließlich Sonntag hatte das Schauspiel Frankfurt in seinen Veranstaltungen Geflüchtete in den Mittelpunkt gestellt. Deren Stimmen sollten gehört werden. Entscheidender Eindruck nach der Debatte am Sonnabend mit dem deutsch-iranischen Schriftsteller und Publizisten Navid Kermani und dem ehemaligen Grünen-Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit: Neben den betroffenen Frauen haben vor allem Flüchtlinge nach der sexuellen Gewalt gegen Frauen in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof zu leiden. Sie holt das ein, wovor sie geflohen sind.

»Wovor Europäer Sorge haben, das macht den Flüchtlingen erst recht Angst: unter ihnen eingeschleuste Spitzel des IS«, sagte Kermani. Der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2015 war für Recherchen dem Flüchtlings­treck vom ungarischen Budapest bis nach Izmir an der türkischen Westküste entgegengereist. Im Frankfurter Schauspiel schilderte er nun Einzelschicksale. Etwa die Geschichte eines mit...

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