14.01.2016 / Feuilleton / Seite 11

Arbeit am Mythos

»Creed« ist der bei weitem beste »Rocky«-Film seit dem allerersten

Peer Schmitt

Als relevanter Profisport scheint Boxen gerade einen unausweichlichen Tod zu sterben. Der Mythos und der davon zehrende Boxerfilm aber sterben nie. Jetzt ist sogar »Rocky« wiederbelebt worden. Aber keine Sorge, Sylvester Stallone steigt nicht noch mal selbst in den Ring und führt auch nicht Regie. Diesen Job hat er – mit mehr als vorzeigbarem Resultat – dem wesentlich jüngeren afroamerikanischem Regisseur Ryan Coogler (Jahrgang 1986) überlassen.

Mit Zögern und Skrupeln trainiert Rocky/Stallone einen jungen Schützling für den großen Fight. Der Gegner ist nicht mal ein richtiger Filmschurke. Zwar ein harter Hund, Dockarbeitersohn aus Liverpool, dem eine Gefängnisstrafe droht, aber ein virtuoser, unbesiegter Champion, einer, der Respekt abnötigt.

Rockys Schützling ist die Titelfigur Adonis Creed (Michael B. Jordan), unehelicher Sohn jenes Apollo Creed, der Rockys großer Gegner und späterer Weggefährte war. Und in »Rocky 4« (1985) im Ring starb. Er ist w...

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