14.01.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Hafenjobs für Roboter

In Europas größtem Seeport kämpfen die verbliebenen 3.600 Docker um ihre Jobs. Am neuen Projekt »Maasvlakte 2« ist die Automatisierung bereits zu besichtigen. Von

Gerrit Hoekman

Der Hafen von Rotterdam ist der größte in Europa. Und er wächst immer weiter. Gerade bauen sie dort »Maasvlakte 2« in die Nordsee. Auf einer aufgeschütteten Halbinsel sind zwei neue Hafenbecken entstanden, die mit einer Wassertiefe von 20 Metern auch die größten Containerschiffe der Welt aufnehmen können. Die Niederlande wachsen durch den Bau im Mündungsgebiet der Maas um 2.000 Hektar. Im letzten April eröffnete König Willem Alexander dort das erste »Terminal der Zukunft«. Besonderes Merkmal: Es ist so hypermodern, dass es fast ohne Arbeiter auskommt. Die Kräne laufen ferngesteuert über die Schienen und werden mittels Monitore überwacht, Roboter verrichten einen großen Teil der Arbeit.

Was die Unternehmer freut, weil es Lohnkosten spart, bringt die Docker auf die Palme: Über 800 Arbeitsplätze wird die Automatisierung in den nächsten Jahren überflüssig machen, fürchtet die Gewerkschaft FNV Havens. Zwar sollen auch ein paar Hundert neue Jobs hinzukommen, abe...

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