14.01.2016 / Abgeschrieben / Seite 8

Hunger und Durst als Waffe

In den Hauptnachrichtensendungen im TV wurde in den vergangenen Tagen über die dramatische Lage in der von der syrischen Armee abgeriegelten Stadt Madaja berichtet. Laut UNO sind in dem Land weitere 15 Orte mit 400.000 Personen belagert. »Und alle Bürgerkriegsparteien setzen Hunger und Durst als Waffen ein«, kommentierte am Dienstag Björn Blaschke im Deutschlandfunk:

Stell dir vor, es ist Krieg – und alles geht mit guten Dingen zu. Das ist ein Traum: Krieg ist blutig, brutal, barbarisch; Kriegsrecht ist selten mehr als ordentlich gedrucktes Wort, denn kaum eine Kampfhandlung ist auf Demokratie und die Wahrung von Bürgerrechten ausgerichtet. Das war während des Jugoslawien-Krieges so oder in der Zeit der US-Besatzung im Irak. Und jetzt ist es auch in Syrien nicht anders.

Umso schöner ist es, dass nun ein Hilfskonvoi in die seit Monaten belagerte Kleinstadt Madaja gelangt ist, um Menschen, die vom Hungertod bedroht waren, zu retten. Vorläufig.

Aber der Ekel, d...

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