14.01.2016 / Inland / Seite 5

Mehr resistente Keime, weniger Artenvielfalt

»Fleischatlas Deutschland regional«: Konzentration nimmt zu. Schlimme Folgen für Mensch und Tier

Claudia Wrobel

Mit bäuerlicher Idylle hat Landwirtschaft hierzulande schon lange nichts mehr zu tun. Selbst die kleinen und mittelständischen Betriebe müssen auf Spezialisierung setzen. Und die Konzentration geht weiter: In den vergangenen 15 Jahren mussten bis zu 80 Prozent der Bauernhöfe die Tierhaltung aufgeben. Dabei wurde rund 50 Prozent mehr Fleisch produziert. Das kommt zunehmend aus Megaställen, in denen mehrere tausend Schweine oder Hühner gehalten werden. So eines der Ergebnisse des sogenannten Fleischatlas, dessen Ausgabe zur regionalen Produktion in Deutschland am Mittwoch von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Berlin vorgestellt wurde.

Die Produktion hierzulande wächst, obwohl der Verbrauch pro Kopf zumindest langsam abnimmt. Die BRD sei mittlerweile ein Fleischexportland, was durch günstige Futtermittelimporte möglich sei, erläuterte Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND. »Boden, Wasser, Luft – es gibt keinen Bereich...

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