09.01.2016 / Inland / Seite 5

Privatisierung noch bis 2030

Treuhandnachfolgerin BVVG verkauft ehemals volkseigene Ländereien künftig langsamer. Erneut 492 Millionen Euro Überschuss, Bodenpreise weiter gestiegen

Jana Frielinghaus

Die Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) verkauft im Auftrag des Bundesfinanzministeriums seit 1992 Felder, Wälder und Seen, die in der DDR Volkseigentum waren. Das Verscherbeln dieses Tafelsilbers brachte dem Bundeshaushalt alljährlich einige hundert Millionen Euro, 2014 sogar mehr als eine halbe Milliarde. Nun geht der Überschuss trotz weiter steigender Hektarpreise langsam zurück, denn es gibt immer weniger Flächen, die noch zu veräußern sind. 2015 wurde aber gleichwohl erneut ein Reinerlös von 492 Millionen Euro erzielt, nur 15 Millionen weniger als im Jahr zuvor. Das berichtete BVVG-Geschäftsführer Wolfgang Suhr am Freitag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Verkauft wurden 26.300 Hektar Landwirtschafts- und 7.200 Hektar Forstflächen. Insgesamt hat die bundeseigene Gesellschaft bislang gut 1,5 Millionen Hektar privatisiert.

Die Erlöse pro Hektar stiegen im Vergleich zum Vorjahr weiter an – um durchschnittlich zwölf Prozent. Suhr beton...

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