05.12.2015 / Inland / Seite 2

»Sachsen ist trauriger Spitzenreiter«

»Jugendliche ohne Grenzen« küren Innenressortchef des Freistaates zum »Abschiebeminister 2015«. Ein Gespräch mit Nelli Foumba Soumaoro

Interview: Gitta Düperthal

Parallel zur Innenministerkonferenz in Koblenz haben Aktivisten von »Jugendliche ohne Grenzen« (JOG) den »Abschiebeminister 2015« gewählt. Wer hat »gewonnen«?

Nominiert hatten wir fünf Minister: Frank Henkel (CDU) aus Berlin, weil er dafür gesorgt hat, dass Polizisten junge Flüchtlinge direkt aus den Klassenräumen zum Flughafen bringen, um sie abzuschieben. Karl-Heinz Schröter (SPD) aus Brandenburg hat sich dafür stark gemacht, dass Flüchtlinge Gutscheine statt Bargeld erhalten. Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) hat sich dafür eingesetzt, dass Abschiebungen künftig wieder unangekündigt stattfinden sollen; Menschen müssten wieder fürchten, nachts aus dem Schlaf gerissen und abgeschoben zu werden. Auf unserer Liste war auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der Afghanistan für sicher erklärt hat. Den Preis haben wir aber schließlich Sachsens CDU-Innenminister Markus Ulbig verliehen. In diesem Jahr hat die Amadeu-Antonio-Stiftun...

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