10.10.2015 / Titel / Seite 1

TTIP-Demo schreckt auf

»Hysterisch«, »antiamerikanisch«, »fundamentalistisch«: Politiker, Unternehmer und Medien beschimpfen Gegner von »Freihandelsabkommen«

André Scheer

Die Befürworter des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP sehen ihre Felle davonschwimmen. Während sich Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wegduckt, profiliert sich die untote FDP als letzte Hoffnung des »Freihandels«. Am Vortag der Großdemonstration gegen TTIP in Berlin schrieb FDP-Chef Christian Lindner in der Freitagausgabe der Saarbrücker Zeitung: »Die TTIP-Gegner sorgen sich um Demokratie, Rechtsstaat, Umwelt- und Verbraucherschutz. Alles unbegründet.« Der Chefkolumnist des Berliner Boulevardblatts B.Z., Gunnar Schupelius, bezeichnet den Protestaufruf als »fundamentalistisch, auch nationalistisch und etwas hysterisch«. Ins gleiche Horn bläst das unternehmernahe »Institut der deutschen Wirtschaft«. Die »Skeptiker« würden »ungerechtfertigte Panikmache« verbreiten. Das Institut zieht einen Vergleich zur Einführung des EU-Binnenmarkts in den 90er Jahren: »Mittlerweile haben sich die gesamtwirtschaftlichen Effekte als eindeutig...

Artikel-Länge: 3384 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe