22.08.2015 / Inland / Seite 8

»Die Polizei machte sich zum Handlanger von Konzerninteressen«

Der gemeinsame Einsatz von RWE-Werkschutz und Polizei bei den Garzweiler-Protesten hat ein parlamentarisches Nachspiel. Gespräch mit Hubertus Zdebel

Gitta Düperthal

Hubertus Zdebel ist Bundestagsabgeordneter und Obmann der Fraktion Die Linke im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Sie haben als parlamentarischer Beobachter am vergangenen Wochenende an den Protesten teilgenommen, die im rheinischen Braunkohlerevier gegen den Tagebau Garzweiler stattfanden. Nun fordern Sie Aufklärung über die dort beobachtete Zusammenarbeit der Polizei mit dem Werkschutz des Energiekonzerns RWE. Wie haben Sie das erlebt?

Am Samstag morgen, nach Polizeieinsätzen mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Aktivisten und Journalisten, habe ich mit eigenen Augen gesehen, wie Polizisten in RWE-Geländewagen gemeinsam mit dem betriebseigenen Sicherheitsdienst Jagd auf Demonstrierende machten. Konzernmitarbeiter saßen am Steuer, Polizisten auf der Rückbank. Es muss also Absprachen zwischen Polizei und RWE gegeben haben. Laut anderen Augenzeugenberichten ist das Ausmaß der Kumpanei weitaus größer, als bisl...

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