20.03.2015 / Ausland / Seite 8

»Netanjahu überzeichnet die Bedrohung durch den Iran«

Ehemaliger Chef der israelischen Atomenergiekommission sieht keinerlei Anlass zur Panik. Ein Gespräch mit Uzi Eilam

Michele Giorgio

Brigadegeneral a. D. Uzi Eilam war Generaldirektor im israelischen Verteidigungsministerium und Chef der nationalen Atomenergiekommission

Der Regierungschef Israels, Benjamin Netanjahu, wettert fortwährend gegen die Möglichkeit, dass Teheran und die Länder der Fünf-plus-eins-Gruppe ein Abkommen über das iranische Nuklearprogramm abschließen könnten. Er behauptet, der Iran werde eine solche Übereinkunft nutzen, um den letzten Schritt zum Bau der Atombombe zu tun. Gibt es wirklich diese unmittelbare Bedrohung für die Existenz Israels?

Ich glaube nicht, dass eine solche konkrete und unmittelbare Gefahr besteht und habe das in den vergangenen Jahren oft wiederholt. Wir befinden uns in der Phase zwischen der ersten, provisorischen Übereinkunft und der Möglichkeit, ein umfassendes Abkommen zwischen Teheran und der internationalen Gemeinschaft zu vereinbaren. Auch die Verantwortlichen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) berichten, dass der Iran seit Un...

Artikel-Länge: 3860 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe