30.09.2014 / Ausland / Seite 7

Krieg gegen die Bevölkerung

Syrien: US-Luftangriffe auf IS-Terroristen treffen vor allem Zivilisten

Rainer Rupp
Bei Luftangriffen der USA und ihrer Verbündeten auf Syrien sind in der Nacht zum Montag offenbar mehrere Zivilisten getötet worden. Das teilte die in London sitzende »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« unter Berufung auf in Syrien aktive Oppositionsgruppen mit. Die Angreifer hatten demnach eine von den Milizen des »Islamischen Staates« (IS) kontrollierte Erdgasanlage sowie einen Getreidespeicher bombardiert. Der Agrarkomplex sei möglicherweise für einen IS-Stützpunkt gehalten worden, hieß es. Bei den Toten handele es sich um Mitarbeiter der Anlage, die Lebensmittel für die Bevölkerung hergestellt hätten. Die US-Administration äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Zu Beginn ihres Luftkriegs in Syrien hatten die USA in Ermangelung von IS-Militärkomplexen ihre Angriffe unter anderem gegen mobile Ölraffinerien gerichtet, die bis zu 60000 Liter Benzin pro Tag herstellen können. Etwa ein Dutzend von diesen wurde zerstört, um – so das P...

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