22.09.2014 / Inland / Seite 5

Ziviler Kreuzzug

Rund 6000 »Lebensschützer« protestierten in Berlin gegen Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Feministische und antifaschistische Gruppen uneins über »Pränataldiagnostik«

Elsa Koester
Begleitet von feministischen Gegenprotesten haben am Samstag in Berlin vor dem Kanzleramt rund 6000 christliche Fundamentalisten für eine Verschärfung der »Abtreibungsgesetze« und gegen Sterbehilfe demonstriert. Die Demonstration unter dem Motto »Marsch für das Leben«, zu der bundesweit mobilisiert worden war, fand bereits zum zehnten Mal statt. Der Unterstützerkreis reicht von rechtspopulistischen Vereinen wie »Zivile Koalition e.V.« der Europaabgeordneten der »Alternative für Deutschland« (AfD), Beatrix von Storch, über evangelische und katholische Initiativen bis hin zur »Jungen Union«. Grußworte kamen in diesem Jahr von Papst Franziskus, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, sowie von einigen CDU-Abgeordneten.

Hubert Hüppe (CDU), ehemals Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, bezeichnete auf der Auftaktkundgebung parlamentarische Abtreibungsgegner als »letzte Stimmen im Bundestag ...

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