19.09.2014 / Ausland / Seite 6

Wenn Präsidenten schwören

Obamas Versprechen, keine Bodentruppen in den Irak zu schicken, und die Realität

Knut Mellenthin
In den Militärkreisen der USA gibt es niemand, der im »Krieg« gegen die im Irak und Syrien aktive Organisation »Islamischer Staat« (IS) einen künftigen Einsatz eigener Bodentruppen kategorisch ausschließen würde. Zuletzt hatte das Generalstabschef Martin Dempsey am Dienstag bei einem Kongreß-Hearing offen und deutlich ausgesprochen.

Nur Barack Obama hält noch an seiner Fiktion fest, daß ausschließlich andere diesen Krieg für die USA führen und gewinnen müßten. Vor Soldaten des für den Nahen Osten zuständigen Kommandos Mitte in Tampa, Florida, versprach der Präsident am Mittwoch: »Die amerikanischen Militärangehörigen, die im Irak im Einsatz sind, haben keinen Kampfauftrag und werden keinen bekommen. (…) Als euer Oberkommandierender werde ich euch und den Rest unserer Streitkräfte nicht verpflichten, nochmals einen Bodenkrieg im Irak zu führen.«

Ein ganz klein wenig relativierte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest,...

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