18.09.2014 / Inland / Seite 8

»Krieg mit oder ohne Piloten an Bord«

Protest gegen NATO-Leitstelle in Kalkar am 3. Oktober. Gewerkschaften fürchten um militärnahe Arbeitsplätze. Ein Gespräch mit Ulrich Sander

Gitta Düperthal
Ulrich Sander ist Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Bereits 1960 hat er am ersten Ostermarsch teilgenommen

Für den offiziellen deutschen Nationalfeiertag am 3. Oktober ruft die nordrhein-westfälische Friedensbewegung zu einer Protestdemo zum »Zentrum Luftoperationen« in Kalkar auf. Dort baut die NATO zur Zeit ihre Kriegsführungszentrale aus – in welchem Ausmaß?

Das Luftkriegszentrum der NATO ist operativ tätig. Erstens: Diese Leitstelle arbeitet jetzt daran, Eurofighter und AWACS-Flugzeuge ganz nah an die russische Grenze heranzuführen. Kalkar/Uedem soll zudem einen Kampfdrohnenkrieg in aller Welt ermöglichen. Seit 2012 sind dort 1000 Fachleute des Tötens stationiert worden, die jetzt noch um 600 aufgestockt werden. Sie dirigieren Eurofighter auch über deutschem Luftraum. Um die Abwehr angeblicher russischer Invasoren zu organisieren, so die offizielle...

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