15.09.2014 / Thema / Seite 10

»Schmerzt noch immer«

Egon Krenz, der damalige Staatsratsvorsitzende der DDR, spricht über sein Verständnis von »Wende«, über Geschichtsverdrehung und über den Pfarrer Gauck

Frank Schumann
Vor 15 Jahren präsentierte Egon Krenz in »Herbst ’89« seine Sicht auf die konter­revolutionären Vorgänge in der DDR. »­Eine Chronik der Ereignisse aus ­exklusiver Hand«. In den kommenden ­Tagen erscheint das Buch des letzten SED-Generalsekretärs und ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR bei edition ost in einer Neuauflage mit einem aktuellen Interview. Das Gespräch mit Krenz führte Frank Schumann. jW veröffentlicht daraus mit freundlicher Genehmigung des Verlags einen Auszug. (jW)

Es ist ein Vierteljahrhundert her, daß Sie als Generalsekretär und als Staatsratsvorsitzender demissionierten. Das ist ein weitaus längerer Zeitraum, als Sie in der politischen Führung der DDR tätig waren. Nervt es Sie inzwischen nicht, ständig auf diesen in Ihrem Leben vergleichsweise kurzen Abschnitt angesprochen und wohl auch reduziert zu werden?

Ein kurzer Abschnitt? Bezogen auf die Zeit ist das wohl wahr. Doch er war auch der intensivste und folgenschwerste....

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