06.09.2014 / Ausland / Seite 7

Bündnis mit Faschisten bei Kommunalwahlen

Ungarn: Regierungspartei KDNP kooperiert mit Jobbik. Fidesz-Minister leugnet Völkermord an Roma

Ben Mendelson
Gut einen Monat vor den Kommunalwahlen am 12. Oktober erleben die rund 10000 Einwohner der südungarischen Stadt Szigetvár eine neue Parteienkonstellation: Die christdemokratische Partei KDNP, seit 2010 Juniorpartner von Fidesz, unterstützt dort den »freien« Kandidaten Simon János – hinter dem auch die faschistische Jobbik steht. »Es ist das erste Mal«, schreibt die Internetzeitung Pester Lloyd, daß eine der Regierungsparteien »direkt mit Jobbik bei Wahlen kooperiert«. Die »Selbstbedienungspraktiken« des lokalen Fidesz-Funktionärs, der wieder zur Wahl antritt, ginge der KDNP zu weit, hieß es. Laut linken Kritikern konnten sich die Koalitionspartner in Szigetvár aber nur nicht bei der »feudalen Aufteilung lokaler Güter« einigen – weshalb KDNP die »Koalition der Plünderer« aufkündigte, so Pester Lloyd.

Unterdessen wird einem weiteren Mitglied der rechtsnationalen ungarischen Regierung »partielle Holocaustleugnung« vorgeworfen, wie schon vor weni...

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