02.09.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die GDL macht ernst

Lokführergewerkschaft organisiert die erste Arbeitsniederlegung des Zugpersonals bei der Bahn AG. Unternehmer und Konservative machen Druck für Beschränkung des Streikrechts

Daniel Behruzi
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fackelt nicht gerne lange, was sie im laufenden Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn (DB) erneut unter Beweis stellt. Bereits am gestrigen Montag hat die GDL Lokführer und Zugbegleiter zu einer ersten, dreistündigen Arbeitsniederlegung aufgerufen, die nach jW-Redaktionsschluß um 18 Uhr beginnen sollte. Konservative Politiker und Konzernvertreter nutzten die Gelegenheit, um ihre Forderung nach einer gesetzlichen Einschränkung des Streikrechts unter dem Motto der »Tarifeinheit« zu bekräftigen.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber nannte den Aufruf zur Arbeitsniederlegung in einer Mitteilung »absolut unverständlich«. Noch am Montag morgen habe der Konzern ein neues Angebot vorgelegt. Warnstreiks seien daher völlig überflüssig. »Ich werte das als reines Ablenkungsmanöver«, sagte Weber.

Am Montagmittag folgte die Replik von Gewerkschaftschef Claus Weselsky: »Das heutige Angebot der DB stellt keinerlei substantiell...



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