22.07.2014 / Ausland / Seite 2

»Nur ein geringer Prozentsatz geht an die Region«

Rohstoffabkommen zwischen Peru und Deutschland: Lokale Vertreter ohne Recht auf Mitsprache. Gespräch mit James Riviera Gonzáles

Anne Grit Bernhardt, Cajamarca
James Riviera Gonzáles ist stellvertretender Leiter des Amtes für Natürliche Ressourcen und Naturschutzgebiete der Regionalregierung von Cajamarca, Peru

In der vorletzten Woche haben Deutschland und Peru eine Rohstoffpartnerschaft geschlossen. Was bedeutet das für Regionen wie Cajamarca, in denen Bergbau stattfindet?

Ein Abkommen wie dieses bedeutet, daß die Zahl der Bergbauprojekte in der Region steigen wird. Der Ausbeutungsdruck auf die natürlichen Ressourcen wird erhöht, der Bergbau wird auch in Regionen mit empfindlichen Ökosystemen realisiert. Hier in Cajamarca sind die begehrtesten Metalle Gold und Kupfer genau in diesen Regionen zu finden.

Wurden die Regionalregierungen von der Zentralregierung in Lima über das geplante Rohstoffabkommen informiert?

Nein, überhaupt nicht. Die Verhandlungen fanden hinter geschlossenen Türen statt. Die Regionalregierungen wurden weder informiert noch nach ihrer Meinung gefragt. Wir haben zwar gewußt, das w...

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