22.07.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Willkürliches Töten

Die israelische Armee setzt ihre Bodenoffensive in Gaza fort. Keine Rücksicht auf Zivilisten

Karin Leukefeld
Angesichts der eskalierenden Konfrontation zwischen den israelischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen im Gazastreifen ist der UN-Sicherheitsrat am späten Sonntag abend zu einer nicht öffentlichen Dringlichkeitssitzung zusammengetroffen. Die Sitzung war von der Türkei und Jordanien beantragt worden. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyib Erdogan hatte am Wochenende Israel vorgeworfen, »schlimmer als Hitler« gegen die Bevölkerung im Gazastreifen vorzugehen. Die türkische Regierungspartei AKP steht der Hamas religiös-ideologisch nahe. Die Hamas gehört der panarabischen Organisation der Muslimbruderschaft an. Jordanien ist bereits an den Grenzen zu Syrien und zum Irak massiv destabilisiert. Das Land fürchtet offenbar eine weitere Eskalation, mehr als 60 Prozent der Bevölkerung Jordaniens sind Palästinenser, die 1948 und 1967 von Israel aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Die Kampfparteien seien zu einem sofortigen Waffenstillstand in G...

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