03.07.2014 / Ausland / Seite 6

Maidan wird lästig

Ukrainische Regierungspolitiker fordern Demonstranten auf, »an die Front zu gehen«. Weiter Kämpfe im Donbass

Reinhard Lauterbach
Der Maidan, jenes Zeltstädtchen auf der Kiewer Prachtstraße Kreschtschatik, wird seinen Nutznießern lästig. In den letzten Tagen mehren sich kritische Worte von Regierungspolitikern an die Adresse der Männer in Kampfanzügen, die dort nach wie vor kampieren. So sagte Andrij Parubij, vom Chef der Maidan-Selbstverteidigung zum Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates aufgestiegener Aktivist der »Sozial-Nationalen Partei der Ukraine«, es müsse aufhören, daß Leute schwerbewaffnet durch Kiew zögen und friedliche Bürger erschreckten. Es könne nicht angehen, daß Anwohner aus der Fußgängerunterführung kämen und in eine Gewehrmündung blickten, umschrieb der Politiker diskret den Umstand, daß die verbliebenen Aktivisten gelegentlich etwas nachdrücklicher um Spenden werben. Ein anderer Politiker kündigte an, die Frontkämpfer würden »nach dem Sieg« mit diesen »falschen Maidan-Kämpfern« aufräumen. Ein dritter schließlich forderte die Leute auf, an die Front zu kommen u...

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