30.06.2014 / Inland / Seite 5

Zeichen der Solidarität

Berlin-Kreuzberg: Tausende Anwohner schlossen sich Forderungen der Flüchtlinge in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule an. Vorerst keine Räumung

Claudia Wangerin
Die 40 verbliebenen Besetzer der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule im Berliner Stadtteil Kreuzberg sollen vorerst nicht geräumt werden. Die polizeiliche Belagerung ganzer Straßenzüge hat die Situation der Flüchtlinge, die seit dem 24. Juni das Dach des Schulgebäudes in der Ohlauer Straße besetzt halten, im Bezirk zum Tagesgespräch gemacht. Während die Online-Ausgabe von Bild am Wochenende den Besetzern vorwarf, »die Hauptstadt zum Narren« zu halten, zeigten zahlreiche Anwohner Verständnis für deren Forderungen. Obwohl sehr kurzfristig mobilisiert worden war, kamen am Samstag rund 5000 Menschen zu einer Solidaritätsdemonstration für die verbliebenen Besetzer, die den Abzug der Polizei, die Anerkennung der Schule als selbstverwaltetes Zentrum sowie ein humanitäres Bleiberecht nach Paragraph 23 des Aufenthaltsgesetzes und die Abschaffung der Residenzpflicht verlangen. Die Polizei zählte lediglich 3500 Demonstranten, allerdings wuchs der Protestzug auf dem ...

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