28.06.2014 / Ausland / Seite 7

Bagdads Himmel

US-Regierung hält Killerdrohnen für Einsätze im Irak bereit. Obama will ISIL auf dem Umweg über »gemäßigte« Syrer mit 500 Millionen Dollar unterstützen

Knut Mellenthin
Seit Donnerstag fliegen über dem Irak wieder bewaffnete Drohnen. Das meldete die New York Times unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten »Pentagon official«. Ob es sich um ein unbewiesenes Gerücht oder um eine »gezielte Indiskretion« des Verteidigungsministeriums handelt, war zunächst nicht zu erkennen.

Dem Bericht zufolge handelt es sich um unbemannte Flugkörper vom Typ Predator. Sie sind mit Hellfire-Raketen ausgerüstet, die eine sehr hohe Tötungs- und Zerstörungskraft haben. Angeblich absolvieren diese Drohnen ständig »Patrouillenflüge« über der Hauptstadt Bagdad und ihrer Umgebung, werden also für jederzeitige Einsätze bereit gehalten. Laut New York Times starten und landen die Killermaschinen auf einem nicht näher bezeichneten Luftwaffenstützpunkt im benachbarten Kuwait.

Daneben fliegen die USA nach Angaben des Blattes täglich rund 40 Aufklärungseinsätze mit unbewaffneten Drohnen und mit Militärflugzeugen. Offiziell erklärtes Ziel der US...



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