26.06.2014 / Inland / Seite 5

Opfer zu Tätern erklärt

Dortmund: Polizei und NRW-Innenminister machen Nazigegner für Eskalation am Kommunalwahlabend verantwortlich, als Neofaschisten das Rathaus stürmten

Markus Bernhardt
Die Dortmunder Polizei bleibt ihrem Ruf treu und verharmlost erneut die militante neofaschistische Szene in der Ruhrgebietsmetropole. In einem jW vorliegenden Bericht des nordrhein-westfälischen Innenministeriums, der auf Angaben aus dem Polizeipräsidium der Stadt fußt, wird der Einsatz der Beamten am 25. Mai, dem Abend der Kommunalwahl in Dortmund, geschildert. Eine Gruppe von Mitgliedern und Anhängern der Partei »Die Rechte« mit ihrem Spitzenkandidaten, dem frisch gewählten Stadtratsmitglied Siegfried Borchardt, versuchte, sich mit Gewalt Zutritt zur Wahlparty der demokratischen Parteien im Rathaus zu verschaffen. Dabei wurden Vertreter mehrerer Parteien, die sich vor dem Eingang des Rathauses postiert hatten, von den Rechten mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray malträtiert (jW berichtete).

Die Polizei behauptet nun, daß »deutlich alkoholisierte Politiker« der im Rathaus feiernden Parteien die Amtshandlungen der Beamten gestört und die Ne...

Artikel-Länge: 3828 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe