23.06.2014 / Inland / Seite 5

Leid in Wut verwandeln

Frankfurt am Main: Flüchtlingsfrauen trafen sich auf Konferenz zum Austausch

Gitta Düperthal
Sie haben Kriege, Armut, Flucht und Elend überlebt – und müßen nun in Deutschland erneut Entrechtung erfahren. So schildert Naciye Alpay, eine kurdische Aktivistin des sozialistischen Frauenbunds, die Situation der rund 90 Flüchtlingsfrauen, die am Wochenende in Frankfurt am Main zusammenkamen. Am Samstag ging es um Fluchtgründe, im Herkunftsland erlebte Gewalt: Als eine junge Afrikanerin schilderte, wie ihr Genital verstümmelt wurde, weinen viele im Saal. Dann machte sie aber deutlich: »Wir wollen nicht als Opfer gesehen werden, sondern uns als selbstbewußte, internationale Bewegung für unsere Rechte einsetzen.« Da standen viele auf und riefen: »Hoch die internationale Solidarität.« Sie machten deutlich, gegen wen sich ihr Kampf richten soll: »Deutsche Rüstungsindustrielle verdienen überall dort in der Welt mit, wo Kriege geführt werden.« Sie lieferten Waffen für Militärs, gleichgültig wohin, klagte Naciye Alpay an: »Ob in die Türkei, um Freiheitsk...

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