23.06.2014 / Ausland / Seite 6

Ticket zur Hölle

Israel setzt Militäroperation im Westjordanland fort. Zunehmend Widerstand

Karin Leukefeld
Die Militäroperation israelischer Truppen im besetzten Westjordanland hält an. Bisher hatten die Palästinenser das Vorgehen lediglich verbal scharf kritisiert. Doch die willkürliche Strafmaßnahme provoziert zunehmend Widerstand. Der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte, man habe nicht vor, »Unruhe zu schüren – wir handeln verantwortungsvoll«.

Die Suche nach drei israelischen Jugendlichen, die am 10. Juni beim Trampen in einer Siedlung bei Hebron verschwunden waren, hat derweil am Wochenende mehrere Todesopfer gefordert. Der 14jährige Mohammed Dudin wurde in der Nacht zu Freitag durch einen Schuß in die Brust getötet, als israelische Soldaten beim Versuch, Palästinenser in dem Dorf Dura südlich von Hebron festzunehmen, bei der Bevölkerung auf Widerstand stießen. Eine Armeesprecherin gab an, die Soldaten hätten in Notwehr gehandelt. Die Dorfbewohner seien den Truppen mit Steinen und Molotowcocktails begegnet.

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