23.06.2014 / Politisches Buch / Seite 15

Den Klassenfeind im Blick

Klaus Eichner beschreibt in »Imperium ohne Rätsel«, wie die USA gegen die DDR und die Bundesrepublik spionierte – und wie das MfS darüber Bescheid wußte

Roland Zschächner
Rund ein Jahr nach den Enthüllungen des ehemaligen ­US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden über die weltweite Überwachung durch die National Security Agency bzw. den Central Security Service (abgekürzt: NSA) meldet sich ein ehemaliger Analytiker des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR zu Wort. Das neue Buch von Klaus Eichner, »Imperium ohne Rätsel«, erscheint am heutigen Montag und wirft ein Schlaglicht auf die Spionagetätigkeit der Vereinigten Staaten gegen die DDR sowie in der Bundesrepublik.

Eichner zeigt auf, daß die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des MfS über die Überwachungsmaßnahmen der NSA und anderer US-Geheimdienste in der DDR sowie auch in der Bundesrepublik zum Teil detailliert Bescheid wußte. Damit unterstreicht der ehemalige Oberst die Notwendigkeit der Spionageabwehr des sozialistischen Staats: »Der Klassengegner war kein Hirngespinst, er existierte nicht nur, sondern arbeitete real gegen die DDR.«

Artikel-Länge: 4947 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe