11.06.2014 / Feuilleton / Seite 12

Wie der Teufel das Weihwasser

Eine Ausstellung über den Ersten Weltkrieg im Deutschen Historischen Museum Berlin unterschlägt Ursachen und Ziele

Kurt Pätzold
Man sollte mindestens zwei, besser jedoch drei Stunden Zeit mitbringen, einige Konzentration und die Fähigkeit, in den absichtlich reduziert beleuchteten Räumen auch die kleiner geschriebenen Texte auf den erklärenden Tafeln zu lesen. Ist das gegeben, verläßt man den Pei-Bau mit in mancher Hinsicht neuen, zumindest aufgefrischten Kenntnissen und einprägsamen Bildern aus dem und vom Ersten Weltkrieg. Wie Menschen an den Fronten, in der Heimat, in Gefangenenlagern, auf Fluchten, in Sonnengluten und Eiswüsten litten, hungerten und verhungerten; wie Soldaten auf die verschiedenste Weise und mit immer weiter perfektionierten Mitteln einander töteten; wie Menschen durch Erschießungskommandos niedergemacht und am Galgen ermordet wurden – diesen Alltag von Millionen, Europäern sowie Soldaten und Zwangsarbeitern, die von anderen Kontinenten herbeigeschafft wurden, stellt die Ausstellung »Der erste Weltkrieg 1914–1918« einfallsreich vor der Besucher Aug...

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