27.05.2014 / Inland / Seite 5

Kein Prestigeobjekt

Berliner stimmten beim Volksentscheid für vollständigen Erhalt des »Tempelhofer Feldes« und gegen jede Bebauung. Teilprivatisierung abgelehnt

Ben Mendelson
Berlins größte Freifläche, das Tempelhofer Feld auf dem ehemaligen Flughafengelände, wird auch in Zukunft vollständig als öffentlicher Park erhalten bleiben. Dafür votierten am Sonntag bei einem Volksentscheid fast 65 Prozent der Abstimmenden. Auch das nötige Quorum wurde erreicht. Zugleich lehnte eine klare Mehrheit die Bebauungspläne der SPD-CDU-Koalition ab, die als Alternativgesetz zur Wahl standen.

Mehr als 45 Prozent der Wahlberechtigten stimmten darüber ab, wie die wohl wertvollste Immobilie der Stadt künftig genutzt werden soll, annähernd so viele wie bei der parallel stattfindenden Europawahl. Erstmals fand ein Volksentscheid gleichzeitig mit einer Wahl statt. Bei vergangenen Volksentscheiden waren nur rund 30 Prozent an die Urnen gegangen. Dies ist für Oliver Wiedmann, Vorstandssprecher des Berliner Landesverbandes von »Mehr Demokratie e.V.«, eine Bestätigung für seine Position, daß solche Abstimmungen und Wahlen »zwingend zusammengelegt« werde...

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