27.05.2014 / Titel / Seite 1

Erdogans Problemlösung

Türkische Antiterroreinheiten stürmen linke Hochburgen in Istanbul. Dutzende Festnahmen. Strategie der Regierung heizt Konflikt mit Aleviten an

Thomas Eipeldauer und Sandra Bakutz
Um fünf Uhr morgens Ortszeit rückten am gestrigen Montag weit über 1000 Polizisten in mehrere Stadtteile von Istanbul ein. Bewaffnet mit Tränengasgewehren und scharfen Waffen gingen Beamte von Antiterroreinheiten, unterstützt von einem Helikopter, Wasserwerfern und gepanzerten Einsatzwagen gegen jene Viertel vor, in denen revolutionäre Gruppen in der Bevölkerung hohes Ansehen genießen. Okmeydani und Gazi Mahallesi, zwei Quartiere mit langer Widerstandstradition standen im Fokus der Operation, aber auch in Yenibosna, Kücük Armutlu, Alibeyköy und anderen Bezirken gab es Razzien. Unabhängigen Journalisten verweigerten die Polizeikräfte den Zutritt.

Die regierungsnahe Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi meldet 26 Verhaftungen mutmaßlicher Mitglieder der kurdischen Jugendorganisation YDG-H sowie zwölf Gefangennahmen angeblicher Angehöriger der revolutionären Organisation DHKP-C. Diese Zahlen dürften indes noch zu niedrig sein. Das linke Anwaltsbüro HHB veröffen...

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