18.03.2014 / Inland / Seite 5

Kratzen an der Oberfläche

Gesetzesvorschlag will Bedingungen der Leiharbeit verbessern, sie aber nicht abschaffen. Umsetzung unklar

Lena Kreymann
Die personelle Aufstellung bei BMW in Leipzig ist ein Musterbeispiel dafür, wie prekäre Beschäftigungsverhältnisse die Arbeitswelt in der Bundesrepublik unterwandern. Hier hat bis vor kurzem ein Drittel der Belegschaft als Leiharbeiter gejobbt. Mit einem Gesetzesvorschlag will Guntram Schneider, Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, solche Auswüchse in Zukunft verhindern. Leiharbeiter verdienen meist weniger als ihre festangestellten Kollegen, sind unter wesentlich unsichereren Bedingungen beschäftigt und können leichter entlassen werden. Bei der Vorstellung des Entwurfs am Montag in Berlin erklärte Schneider, er wolle damit den Mißbrauch von Werkverträgen verhindern und die Arbeitsbedingungen in der Leiharbeit verbessern. Im Rahmen der Initiative des Arbeitsministeriums »Faire Arbeit, fairer Wettbewerb« hatte der SPD-Politiker die Rechtswissenschaftler Peter Schüren und Christiane Brors beauftragt, einen entsprechenden Entwurf vorzubereiten.

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