18.02.2014 / Thema / Seite 10

Mehr Militär statt Hilfe

100 Tage nach dem Supertaifun »Haiyan« auf den Philippinen ist die Aquino-Regierung mehr an »Aufstandsbekämpfung« interessiert als daran, die notleidende Bevölkerung beim Wiederaufbau wirksam zu unterstützen

Rainer Werning, Cebu City
Eines muß man dem philippinischen Präsidenten Benigno S. Aquino III. lassen: Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2010 hat er es verstanden, sich selbst zu inszenieren und stets vollmundige Versprechungen abzugeben. So war das auch, als Aquino am 7. November, einen Tag vor »Haiyan«, seine Landsleute mit der Botschaft beruhigte, seine Regierung habe sämtliche Vorkehrungen getroffen, 30 Flugzeuge und Helikopter der Luftwaffe und 20 Schiffe der Marine bei Bedarf umgehend für Rettungs- und Nothilfemaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Doch als der Taifun dann am 8. November mit voller Wucht zuerst die östliche Küstenregion der Insel Samar traf und auf den Nachbarinseln Leyte, Bohol, Cebu, Negros und Panay Schneisen der Verwüstung hinterließ, erwiesen sich alle hehren Versprechungen aus dem Präsidentenpalast Malacañang als Schall und Rauch. Auch 100 Tage nach der Katastrophe hat sich daran nichts geändert.

»Präsidiales Abtauchen«

Vor Ort berichtete der CNN-Korrespo...

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