15.02.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Räuberische EU-Pläne

Brüssel will an die Spareinlagen. Ein bekanntgewordenes »internes« Papier müßte die Alarmglocken schrillen lassen. Doch alles bleibt seltsam ruhig

Rainer Rupp
Es ist haarsträubend: Unter dem Titel »Die EU-Kommission will persönliche Ersparnisse der Bürger verwenden, um langfristige Finanzierungslücke zu schließen«, veröffentlichte die Nachrichtenagentur Reuters am 12. Februar Schlüsselpassagen aus einem ihr zugespielten internen Dokument. Darin bestätigen sich nicht nur die auch von jW seit Jahren wiederholten Warnungen, wonach die Finanzkrise nicht nur nicht vorbei ist, sondern daß notfalls nach den Steuergeldern auch noch die privaten Ersparnisse per Dekret herangezogen werden sollen, um die von den Banken verursachten Löcher zu stopfen.

»Die Spareinlagen der 500 Millionen Bürger der Europäischen Union sollen verwendet werden, um langfristige Investitionen zu finanzieren, um die Wirtschaft anzukurbeln und um die von den Banken seit der Finanzkrise hinterlassene Lücke zu schließen«, heißt es laut Reuters in dem EU-Papier. Was noch nicht darin steht, aber aus dem Kontext des Dokuments hervorgeht: D...

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