31.01.2014 / Thema / Seite 10

Wenn Cops Killer werden

Hintergrund. In den USA sterben jährlich mehrere hundert Menschen durch die Hand ­staatlicher Ordnungskräfte. Die sind nicht selten militärisch ausgerüstet. Die meisten der Opfer sind Schwarze oder Latinos

Jürgen Heiser
Anfang November 2013 meldete das US-Onlinemagazin Mint Press News, in den USA hätten Polizisten seit dem 11. September 2001 »mehr als 5000 Zivilisten getötet«. Katie Rucke, freie Autorin des Magazins, greift angesichts der bewaffneten Gewalt des Polizeiapparats gegenüber der eigenen Bevölkerung zu dem Vergleich, daß seit »9/11« ebenso viele US-Bürger in ihrer Heimat zu Tode gekommen sind wie US-Soldaten an der Front im Irak-Krieg. Sie folgert: »Statistisch gesprochen sollten US-Amerikaner mehr Angst vor der Polizei als vor ›Terroristen‹ haben«.

Diese gigantische Zahl von Todesschüssen wirft zwingend die Frage auf, wie gesichert sie ist und aus welchen Quellen sie stammt. Wer sich für exakte Opferzahlen polizeilicher Gewalt in den USA interessiert, stellt fest, daß es dazu keine offiziellen Regierungsstatistiken gibt. Weder lokale noch regionale Polizeibehörden sind gesetzlich verpflichtet, über den Schußwaffengebrauch ihrer Beamten und die ...

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