23.01.2014 / Titel / Seite 1

Tote in Kiew

Staatsmacht schlägt nach mehreren Tagen bürgerkriegsähnlicher Auseinandersetzungen zurück. Nationalisten maßen sich Polizeifunktionen an

Reinhard Lauterbach
Die Proteste gegen Präsident Wiktor Janukowitsch in der Ukraine haben nun auch Menschenleben gekostet. Zwei Teilnehmer der militanten Unruhen auf der Gruschewski-Straße in der Hauptstadt Kiew starben in der Nacht zum Mittwoch an Schußverletzungen. Vertreter der Opposition erklärten einmütig, nunmehr habe Janukowitsch Blut an den Händen. Der ukrainische Ministerpräsident Nikolaj Asarow wies jede Verantwortung der Sicherheitsorgane für die Toten zurück. Die Miliz führe keine Schußwaffen bei sich, sagte Asarow bei einer Kabinettssitzung. Das Dementi ist vermutlich eine Halbwahrheit: die Anti-Aufstandspolizei »Berkut«, die geschossen haben könnte, gehört formal nicht zur Miliz, sondern untersteht direkt dem Präsidenten. Ein Film des ukrainischsprachigen Dienstes der BBC, der am frühen Morgen aus einer Position hinter und über den Reihen der stürmenden Polizisten aufgenommen wurde, zeigt Uniformierte, die im Rahmen eines Einsatzes aus Sturmgewehren feuerten.

...

Artikel-Länge: 3661 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe