03.01.2014 / Feminismus / Seite 15

Zurück ins Licht

Nicht nur Männer wie Hollaender und Reutter prägten das Kabarett von 1901 bis 1935 in Deutschland. Evelin Förster würdigt vergessene Autorinnen und Komponistinnen

Mona Grosche
Frauen mit Bubikopf und laszivem Augenaufschlag, die in kurzen Kleidern frivole Chansons zum Besten geben: So stellt man sich Künstlerinnen der Kabaretts der »wilden 20er« vor. Doch Frauen standen Anfang des 20. Jahrhunderts nicht nur mit neuem Selbstbewußtsein im Rampenlicht von Kleinkunstbühnen, Theatern und Filmstudios. Was heute kaum noch jemand weiß: Auch hinter den Kulissen waren sie als Autorinnen und Komponistinnen aktiv.

Daß einige dieser Frauen nun aus dem Dunkel des Vergessens wieder auftauchen, ist der Fleißarbeit der aus Thüringen stammenden Sängerin, Tänzerin und Dozentin Evelin Förster zu verdanken, die in ihrem Buch »Die Frau im Dunkeln« die Ergebnisse langjähriger intensiver Recherchen zu weiblichen Kulturschaffenden im beginnenden 20. Jahrhundert präsentiert. Unter rund 120 Künstlerinnen, auf die sie stieß, wählte sie 19 aus, deren Biographien und Werkverzeichnisse den Kern ihres Buches ausmachen.

Darunter finden sich Größen wie Erika ...



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