30.12.2013 / Inland / Seite 8

»Wir werden uns nicht einschüchtern lassen«

Privater Betreiber von Berliner Flüchtlingsunterkünften will Kritik an den Zuständen dort nicht dulden. Ein Gespräch mit Georg Classen

Gitta Düperthal
Georg ­Classen ist Sprecher ­des Berliner Flüchtlingsrats

Die Gierso-Boardinghouse GmbH hat im Anschluß an eine Fachtagung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung versucht, Kritik an einer von ihr betreuten Flüchtlingsunterkunft zu unterbinden. Wie sind die Zustände dort?

In den Berliner Flüchtlingsunterkünften gibt es erhebliche bauliche und organisatorische Mängel. Die Gierso betreibt eine Notunterkunft in einer ehemaligen Schule in Moabit. Seit einem Jahr sind nur provisorisch Trennwände in den Klassenräumen aufgestellt. Die Bewohner haben keinerlei Privatsphäre. Den Kindern wurde verboten, auf dem Schulhof zu spielen, weil Anwohner sich beschweren könnten. Ehrenamtliche, die sich für die Flüchtlinge engagieren und gegen Neonazis aktiv sind, betreuten dort die Kinder. Diese Initiative hat dann wegen katastrophaler baulicher Zustände und fehlender Kinderbetreuung seitens der Gierso protestiert.

Wie hat der Betreiber des Lagers von Ihre...

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