30.12.2013 / Politisches Buch / Seite 15

Kurz vorm Sinken

Vladimiro Giacché schreibt über die Geschichte der Krise EU-Europas

Andreas Wehr
Der Untergang der »Titanic Europa« scheint nicht mehr aufhaltbar zu sein. Auf dem Titelbild des gleichnamigen Buches von Vladimiro Giacché ragt nur noch das Heck des Schiffes hervor, dessen Bordwand die Karte Südeuropas zeigt. Mittel- und Nordeuropa sieht man dort hingegen nicht – ein Hinweis darauf, daß mit dem italienischen Ökonomen und Philosophen jemand aus der Perspektive des Südens auf die europäische Krise blickt.

Der Autor beschreibt zunächst die Geschichte der Krise, und dies in schnellen Schritten, in einem gut lesbaren Stil, unterteilt in kurze Kapitel. Langeweile kommt so beim Lesen nicht auf. Es geht ihm um den »roten Faden, der die Ereignisse miteinander verbindet«. Sein Resümee lautet: »Nicht die Finanzkrise hat die Realwirtschaft angesteckt, sondern umgekehrt.« Die »Krise stellt den Fallpunkt dar nach 30 Jahren atemberaubenden Wachstums und kümmerlicher Kapitalwertschöpfung, auf die mit breitester Finanzialisierung reagi...

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