11.12.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Was Obama nicht sagte

Der US-Geheimdienst CIA ermöglichte Südafrikas Rassisten 1962 die Verhaftung Nelson Mandelas. Es folgten 27 Jahre Haft

Volker Hermsdorf
US-Präsident Barack Obama gehörte am Dienstag in Johannesburg zu den Trauerrednern für den verstorbenen südafrikanischen Freiheitshelden Nelson Mandela. Was er in seiner Ansprache nicht erwähnte: Es war der US-Geheimdienst, der Mandela Pretorias Rassisten ans Messer lieferte. Die CIA hatte der südafrikanischen Geheimpolizei die entscheidenden Hinweise gegeben, die am 5. August 1962 zur Festnahme Nelson Mandelas und seiner anschließenden 27jährigen Haft führten.

Nach dem Tod des früheren südafrikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträgers erinnerte das US-Nachrichtenmagazin Newsweek am vergangenen Donnerstag daran, wie die USA bei der Jagd auf Mandela in den 60er Jahren mitgemischt hatten. Washington war damals mit dem Apartheidregime durch ein militärisches Kooperationsabkommen eng verbunden. Die USA bezogen einen großen Teil des Urans für ihre Kernkraftwerke und atomare Aufrüstung von dort. Die Widerstandskämpfer des Afrikanischen Nat...

Artikel-Länge: 4191 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe